Mittwoch, 12. Oktober 2011

die Lage spitzt sich zu

Die Metereologen haben weitere Niederschläge mit gewaltigen Ausmaßen vorausgesagt und so preparieren mittlerweile alle ihre Häuser. Auch die Lehrer versuchen, ihr Hab und Gut weiter zu schützen. Mittlerweile ist schon eine richtige kleine Panikstimmung zu spüren - es gibt so gut wie kein anderes Thema mehr. Überall hört man davon...
Am heutigen Tag ist in der RIS, der großen internationalen, katholischen Schule nach dem amerkinanischen System, eine sogenannte "Food Fair". Da bringen alle Eltern, die Schüler und auch einige externe Verkäufer leckere Sachen mit und es gibt eine riesen Auswahl an verschiedenen kulinarischen Spezialitäten. Man muss es leider so sagen - keinen Tag zu früh oder zu spät, denn die Spezialisten Thailands versuchen die Flut, die aus dem Norden in Richtung Thailand rollt, umzuleiten - mit Sandsäcken, Dämmen und Tanks wird alles getan, um die das Zentrum der Hauptstadt trocken zu halten. Irgendwo müssen sie das Wasser ja aber hinleiten... Sie leiten es nach Minburi und damit in Richtung Flughafen. Wer sich ein bisschen über meine Wohnsituation informiert hat weiß, dass ich in Minburi wohne und genau in der Nähe vom Flughafen. Es wird daher von vielen vermutet, dass in den nächsten Tagen ganz Minburi unter Wasser steht und die Schule vorübergehend geschlossen werden muss. Alle kaufen Vorräte ein und von daher war die "Food Fair" für uns Praktikanten wie ein Segen. Wir haben uns dort mit Brot von der "Otto-Bäckerei" eingedeckt, eine deutsche Bäckerei, die dort einen Stand aufgebaut hat und auch sonst konnten wir dort noch ein bisschen was kaufen. Ich werde huete Nachmittag noch etwas Trinken auf Vorrat kaufen, damit ich wenigstens das zu Hause habe.
Auch in der Schule werden die Kinder auf eine Flut vorbereitet und mit Hausaufgabenheften ausgestattet, die sie während der Schließtage erledigen sollen. Selbst im Kindergarten wurde ein solches Hausaufgabenheft mit vielen Digen zum Ausmalen und anderen Aufgaben mitgegeben, da sich in einem anderen Jahr, als die Schule einmal geschlosen werden musste, die Eltern beschwert haben und ihr Geld wiederhaben wollten, da die Kinder im Kindergarten keine Aufgaben bekommen hatten. Somit müssen auch die Kleinsten durch diese Arbeit durch.

Wir hoffen hier das Beste, dass wir nicht in unseren Apartments eingeschlossen sind und noch unsere Grundbedürfnisse wie trinken und essen befriedigen können.

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