Donnerstag, 10. März 2011

Knock-Out in der ersten Runde

Nun ist die erste Woche schon fast rum und ich kann auch einige Ereignisse zurückscheuen, die mir noch nicht so ganz gut gefallen, sich aber leider auch nicht vermeiden ließen.
So begann mein Freitagmorgen bereits mit starken Übelkeitsgefühl, Durchfall und Ganzkörperzittern. Ich habe gedacht, dass sich dies nach der Dusche und der damit einhergehenden Abkühlung und Erfrischung des Körpers etwas legen würde, ... doch falsch gedacht. Als wir uns dann auf unserem "Balkon", ein Absatz einer Feuertreppe bei der es nicht noch höher geht, zum Frühstück getroffen haben, sahen mich die anderen schon ganz komisch an, als ich zitternd versuchte, überhaupt ein bisschen was zu essen. Da sich mein Zustand nicht besserte, verordneten mir Laura, Benedikt und Jonathan Bettruhe, Imodium akut lingual und zwei thailändische Mittel (eins direkt gegen Durchfall und ein gegen alles - kann ja nicht schaden). Ich legt mich also nach dem dürftigen Frühstück wieder ins Bett, während die anderen in die Schule fuhren und mich entschuldigten (die in der Schule gehen wohl davon schon aus, dass man das am Anfang hat). So konnte ich, nach langem Ringen mit den Magenkrämpfen und etlichen Toilettengängen, dann doch endlich noch ein bisschen schlafen und verbrachte, mal wach, mal schlafend, den Tag bis 14 Uhr ungefähr im Bett. Danach wollte ich dann aber auch wieder auf die Beine kommen, da ich die Befürchtung hatte, dass mein Kreislauf sonst vollkommen zusammenbrechen würde.
So nahm es mich also keine Woche nach meiner Ankunft aus dem Rennen. Hoffentlich habe ich es damit jetzt durch, denn wirklich weg ist es immernoch nicht richtig. Damit verbinden sich vor allem auch nette Geschichten, die in späteren Blogs noch folgen werden. Unter den Freiwilligen ging dann das große Ratespiel los, was es denn gewesen sein könnte - Jetlag, das essen, die Hitze, ein Hitzschlag, das Wasser oder sonstiges stand alles zur Debatte. Ich tendiere zu einer Mischung aus allem.
Was auch immer es war, wir machten uns gegen 15 Uhr dan auf die Socken und fuhren in die Stadt (sofern man das so nennen kann, denn bis ins Zetrum waren es dann immernoch ca. 30 km). Netter Weise wurden wir von Daniel, dem ehemaligen Freiwilligen, mitgenimmen, der sich mit einer Lehrerin aus unserer Schule getroffen hatte, um wirklich rein in die Stadt zu fahren. So mussten wir nicht bei der Hitze in den Bus, sondern konnten gemütlich mit dem Auto fahren. So verbrachten wir also unseren Nachmittag bei einem "Carrefour", einem großen Laden wie Real oder Kaufland, da eben noch einige Sachen im Apartment fehlen. 


 Ich habe mir erst einmal noch zwei Stühle aus Plaste gekauft, damit ich hier eine Ablagefläche und eine Sitzgelegenheit abgesehen vom Bett habe. Auch ein Mülleimer, Dosen zur Aufbewahrung von Cornflakes oder Müsli, eine Schale zum Abwaschen und Trocknen, Teller und eine Tasse fanden einen Platz in meinem neuen Equipment. So bepackt ging es dann mit dem Taxi wieder nach Hause, wobei ich mich das erste Mal üben konnte, auf Thai zu erklären, wo wir hin müssen und vor allem auch zwei Stühle in einen viel zu kleinen Kofferraum zu quetschen. Aber es ging alles und wir sind sogar in der richtigen Straße angekommen. Mensch ein Glücksgefühl auf Thai ;)
Abend habe wir uns dann auf dem Markt alle noch Essen in einer der vielen Garküchen geholt und uns dann gemütlich, wie eine Gruppe Demonstranten oder aber eben ausgeflippter deutscher Freiwilliger auf den Flurboden der sechsten Etage unseres Apartmenthauses gesetzt (eben die Etage, wo die meisten von uns ihr Apartment haben) und gemütlich "Picknick" gemacht. Ein paar Impressionen auch gern davon...

Nadine und Jonathan noch vor dem großen Gelage ;)
alle hauen kräftig rein - aber Vorsicht: manches ist echt scharf!
(vorn links ist Claire und vorn rechts Laura)
ich darf vorstellen: linkes Bild = Kohlsalat und Thaibasilikum, um die Geschmacksnerven zu beruhigen; dtam thor (Bohnensalat); weiß ich nicht mehr ;) (von hinten nach vorn)
rechtes Bild = som dtam (wörtlich: Orangen Salat; meint: Papayasalat)
alle gemütlich beisammen, bis uns die Mücken so zerstochen haben, dass wir das Weite gesucht haben (habe von diesem Abend ca. 5 Mückenstiche auf dem linken Knie und viele mehr überall sonst)
Das wars auch schon vom Freitag. Liebe Grüße

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