Freitag, 11. März 2011

farang entdecken die große Stadt

Am Samstag hieß es für uns alle erst einmal ausschlafen! Laura ging vormittags in die Kirche und wir nutzten die zeit, um unsere Apartments mal wieder richtig in Schuss zu bringen. Tja, der Haushalt macht sich eben auch hier nciht von allein.
Nach dem Mittagessen, dass wir uns schön auf dem Markt bei uns um die Ecke geholt haben, sind wir dann mal wirklich das erste Mal in die Stadt reingefahren. Das war schon ne halbe Weltreise ;)




Wir sind erst einmal mit dem Bus ein paar Stationen gefahren, um einen guten Ausgangspunkt für unsere Stadtchallenge zu haben. Dann ging es weiter mit einem sogenannten Klong-Boot (Klong = Kanal). Die schippern schön gemütlich durch die vielen Kanäle und sind somit meist viel schneller, als Busse oder Taxis rein in die Stadt, da die Straßen chronisch verstopft sind. Tja, ruhig und gemütlich denkt man aber auch nur in dem Moment, wenn man die Boote das erste mal an einer Anfangshaltestelle sieht. Sobald man dann drin ist und den Kontrolleuren, die in jedem Boot zu dritt ungefähr mitfahren, gesagt hat, wo man aussteigen will und somit sein Ticket bekommt, stellt man schnell fest , dass der Schein trügt. Diese Boote machen einen ohrenbetäubenden Lärm, sodass man sein eigenes Wort nicht mehr versteht (fasziniert hat mich eine Thailänderin, die doch tatsächlich in diesem Lärm versucht hat zu telefonieren) und das Wasser, das übrigens echt stinkt, spritzt rechts und links am Boot hoch, da die Dinger echt schnell durch den Kanal brettern. Die Kontrolleure halten sich deshalb auch die ganze zeit an einem straff gespannten Seil am Dach des Bootes fest, da sie ja trotzdem während der Fahrt die Ticketpreise kassieren müssen. Das ist schon echt ein Erlebnis und sollte man nicht verpasst haben. Damit man in dem Boot nicht vollkommen nass wird, sind an den Seiten große Planen gespannt, die man dann bei Bedarf einfach schnell an einer Reißleine hochziehen kann. Man kann sie ganz gut auf manchen Bildern erkennen. Nun erst einmal ein paar Eindrücke, von unserer rasanten, stinkenden und vor allem lauten Fahrt.



ein anderes Klong-Boot von hinten (gut sind die blauen Planen zu erkennen und ein Kontrolleur)
vorbei an den ärmsten der Armen und bis rein in die Stadt

Die Kunst an der Fahrt mit einem Klong-Boot ist der Ein- und Ausstieg. Da das Boot teilweise nur sehr kurz oder auch gar nicht wirklich hält, muss man schnell all seine Sachen zusammen raffen und über die Reling raushüpfen. Das taten wir dann auch in der Nähe des Siam Discovery Centers. Von dort ging es dann zu Fuß für uns weiter. Wirklich im Zentrum waren wir damit immer noch nicht, doch man konnte schon hier einen guten ersten Eindruck davon bekommen, was es heißt in einer Großstadt mit 17 Mio. Einwohnern zu leben. Die Straßen sind wahrscheinlich aus Platzgründen nicht nebeneinander sondern übereinander und gehen kreuz und quer über die Köpfe der vielen Menschen hinweg.



Hier wird man in jeder noch so kleinen Gasse mit anderer, sehr lauter Musik beschallt, sodass man auf keinen Fall mit Kopfschmerzen in die Stadt fahren sollte. Hier findet man definitiv keine Ruhe. Überall hängen riesige Fernseher auf denen ununterbrochen Werbung ebenfalls mit lautem Ton läuft. Ein bisschen wie ein Kindergarten für Große...
Beschreiben kann man das alles nur sehr schwer, doch ich will versuchen, euch mit ein paar Bildern einen Eindruck von der Größe des Geschehens etc. zu geben.

Natürlich überall zu finden... Tuk Tuks, wobei die auch eher aufgrund der Touristen hier zu finden sind. Die meisten Thais fahren mit den Motorcys. Und gleich daneben, im größten Smog schlafen die Leute.

In einer Seitenstraße in der Nähe eines kleinen Parks an dem junge Designer ihre Einzelstücke verkaufen und somit den Trend von morgen bestimmen, waren wir auch gleich mittendrin in einem Konzert einer, der Laustärke der Fans zu urteilen, doch relativ berühmten Teenieband.



Bevor es weiter ging, brauchten wir erst einmal eine Abkühlung...
Abends wurde man dann noch mehr von den bunten, flimmernden Reklamen geschockt und man konnte das lustige Gewusel der vielen Kabel in Augenschien nehmen. Wirklich schockierend war jedoch etwas anderes... Man läuft eine Straße entlang und plötzlich steht eine dicke fette Ratte direkt vor deinem Fuß. Das ist ein Schock sag ich euch. Wir wussten gar nicht so recht wohin... stehen bleiben und warten, bis sie weiterläuft, zurück gehen oder doch schnell weiterrennen. Die Ratte nahm uns zum Glück die Entscheidung ab und verschwand im nächsten Loch in einem Haus, doch wir waren erst einmal ein bisschen durch den Wind.
Am Abend kehrten wir dann noch in einem japanischen Restaurant ein und probierten uns dort fröhlich durch verschiedene Speisen. Dazu gab es kalten Grünen Tee... der Haken daran... der wird mit geröstetem Reis zubereitet, sodass der ganze Tee, wie nach gerösteter Kaffeebohne schmeckt. Das war gar nicht mein Fall und so stieg ich mal wieder auf Wasser um.
Die verschiedenen Speisen möchte ich euch jedoch nicht vorenthalten...








So nun aus der Ferne guten Appetit und bis zum nächsten Blogeintrag ;)

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

jetzt weiß ich was du letztes wochenende getan hast :)
aber komsich es verkehrtherum zu lesen, da ich von oben nach unten las...egal.
was ich ja noch fragen wollte: wie is das jetzt eig mit der waschmachine? habt ihr eine? und wie is es mit dem essen? was gibs in der schule? schweizerisch?! wie überstehste so die hitze? schon dran gewöhnt?
Kerstin <3

Franzi hat gesagt…

Hihi, ja das mit der Reihenfolge ist ungünstig, ist aber halt so.
Ja wir haben eine Waschmaschine und die habe ich auch schon fleißig genutzt. Mal sehen, ob die Sachen das ne Weile überstehen, da Jonathan und Laura meinten, dass vor allem weiße Sachen schnell grau werden, da die Maschine nicht so heiß wäscht. Zur Not gebe ich es demnächst in den Loundry-Service nebenan.
In der Schule gibt es ganz verschiedenes Essen. Man kann sowohl typisch Thai, als auch westliches oder sonst was essen. Die Auswahl ist riesig und man findet eigentlich immer was. Bei dem Thai-Sachen muss man halt nur aufpassen, da sie oft sehr scharf sind. Muss man halt dazu sagen, dass man es nicht scharf haben will. Aber schmecken tut eigentlich alles, was ich bis jetzt so probiert habe. Und es ist auch echt günstig. Ich kann dort richtig gut essen und bezahle maximal 80 Baht, da habe ich dann aber auch schon ein großes Getränk mit drin, also nicht mal ganz 2 €.
Mit der Hitze habe ich noch etwas zu kämpfen, wenn man früh aufsteht liegt man praktisch schon in seiner Suppe, da es halt auch nachts noch um die 30 Grad sind. Es kühlt halt einfach nie runter. Das ist mein Hauptproblem (neben den Wespen auf meinem Balkon) :)

Hab dich lieb.

Anonym hat gesagt…

was für wespen?? auweia. aber sosnt klingts ja ganz gut bei dir.
das freut ma :) ich hab heute meine vorletzte klausur aus der nachschreibezeit beendet. ging wohl. bin auf die noten gespannt.
hier beginnt der frühlich. laue 13° sind heute in berlin mit sonne und nen paar wolken.
ich dich auch, Kerstin

Franzi hat gesagt…

Na Wespen halt. Die haben sich hier auf meinem Baklon eingenistet.
Die Noten werde schon gut sein. Da bin ich mir sicher. Du lernst doch immer swchön fleißig.
Ach ja, 13 Grad hätte ich zur Abwechslung auch grad mal wieder gern., Hier fliest man echt weg, egal ob man was tut oder nur sitzt. Heute bin ich das erste Mal mit dem Fahrrad zur Schule gefahren... Ich kann dir sagen, danach musste ich mich erst einmal umziehen. Das hält ja kein Schwein aus, und es wird noch heißer. Oh Gott, was soll man da noch anziehen... Ich glaube, dass schreibe ich ganz schön oft ;)