Montag, 21. März 2011

ein Wochenende unter Rothemden

Am Samstagmorgen war mal wieder wie üblich Ausschlafen und Wohnungsputz angesagt. Ich hatte mit Nadine ausgemacht, dass wir an diesem Tag mal richtig schön was machen, doch da hatte ich noch nicht daran gedacht, dass Nadine manchmal etwas länger braucht. Na irgendwann gegen eins konnten wir dann auch los und beschlossen, einfach einmal in einen Bus zu steigen und loszufahren. Mal sehen, wo wir rauskommen würden. Man muss zu den Bussen hier in Bangkok aber etwas erklären, damit man den Spaß pberhaupt versteht. Bus fahren ist nicht gerade das Einfachste hier. Die Busse haben schon irgendwie feste Linien, die sie fahren, trotzdem variiren die Busfahrer je nach Laune diese gern ein bisschen und so ist man immer ein bisschen gespannt, ob man auch wirklich an der Haltestelle rauskommt, wo man hin will. Apropos Haltestellen... die gibt es hier auch, aber nur pro Forma am Straßenrand. Angesagt werden die Statiionen jedoch in den Bussen nicht und so muss man immer (ähnlich wie damals in Sydney) genau wissen, wo man raus will, um zum Einen frühzeitig den Stop-Knopf zu drücken und zum Anderen auch der Kontrolleurin, die in jedem Bus die gesamte Strecke mitfährt, sagen zu können, wohin man will. Denn von ihr erhält man die passende Fahrkarte. Das ist manchmal gar ncith so einfach, da die (meistens) Damen kein Englisch verstehen und selbst "university" für sie nicht verständlich war. ma solte sich also vor Fahrtantritt eine Straße in der Nähe des Ziels raussuchen, die ander Strecke der Linie liegt, damit die Dame einen versteht. Sollte man mal absolut keinen Plan haben, wo man hin will und so wie wir einfach einmal losfahren und sich dabei auch ein wenig die Gegend und die Linienführung anzusehen, dann sollte man die offenen, nicht klimatisierten, Busse nehmen.



Dort bezahlt man, egal wie weit man fährt, einen Pauschalbetrag von meistens 8 Baht, in der Stadt auch ab und zu nur 6 oder gar nichts. Die klimatisierten Busse dagegen werden nach Entfernung bezahlt - über 20 Baht sind wir jedoch noch nie rüber gekommen. Ja und auch hier in Bangkok gibt es Nachkontrollen. Man sollte also seine wirklich unscheinbar aussehende Papierschnipsel-Fahrkarte gut aufbewahren und vor allem nicht zu älteren legen, denn die sehen irgendwie alle gleich aus. So viel erst einmal zur Vorgeschichte der Busfahrt in Bangkok.

Ach ja eins ist mir noch eingefallen, was auch ganz lustig ist. Hier in Bangkok wird an den meisten Ampeln angezeigt, wie lange es noch Rot bzw. Grün ist. Hier der Beweis.

So kann selbst der beschäftigste Taxifahrer den Start nicht verpassen;)
Nadine und ich nahmen also einen nicht klimatisierten Bus, der eigentlich direkt ins Zentrum fährt, also genau dahin, wo wir uns mal umsehen wollten. Wir hatten jedoch die Rechnung ohne den Busfahrer gemacht. Der überlegte sich dann irgendwann in der Stadt, dass er keine Lust auf Stau hatte und nicht weiterfahren möchte und schmiss uns irgendwo einfach mal raus. Da steht man nun, mitten in der Stadt ohne Orientierungm, aber zum Glück mit Stadtplan, versucht die Straßennamen zu entziffern und den Standpunkt zu ermitteln und stellt dann fest ... dass man mitten in einer Rothemdendemonstration gelandet ist. Tja da standen Nadine und ich nun und vor uns die ganze Straße mit Rothemden voll.



Tja da guckt man blöd aus der Wäsche, aber was soll man machen - wir entschlossen uns, das zu machen, was alle taten - Fotos machen vom Geschehen, um den Zurückgebliebenen in der Heimat mal ein spannendes Erlebnis zu präsentieren und dann so schnell wie möglich das weite suchen. Wir sind also an der ganzen meute vorbei und die Straße weiter rein in die Stadt. Wir entschlossen uns dann unsere Bustour für heute zu beenden und sind zu Fuß (vollkommen untypisch für Thailand - alles was über die eigene Soi hinweggeht wird mit dem Taxi oder dem Motorcy erreicht) bis zum Hauptbahnhof gelaufen.




 Überall in der Stadt findet man diese kleinen Schreine an denen die Menschen ihrem Glauben nachdenken. Meist hat jedes Haus seinen eigenen kleinen Haustempel.

Bei unserem Gang durch die Stadt haben wir uns dann noch schön beim Starbucks (traditionell Thai ;) ) einen Frappucino gegönnt. Danach mussten wir beide dringend aufs Klo... und das kam bei raus ...


 Das Toilettenmädchen war einfach zum Schreien. Da konnten wir nicht einfach so vorbei gehen.

Ja, wir sind dann also weiter und haben uns,nachdem wir festgestellt haben, dass der Bahnhof riesig und wir am falschen Ende dessen waren, schön mit dem Tuk Tuk (viel zu teuer) bis zum richtigen Ende des Bahnhofs fahren lassen. Man muss das einfach wirklich mal mitgemacht haben. Es ist gegenüber allem anderen echt teuer, aber das macht einfach Spaß. Die düsen was los, dass man denkt, die Zündung für die Düsentriebwerke starten gleich und man fliegt bis zum Ziel. Dann shclengeln sie sich in einem Affentempo zwischen den Autos durch und haben auch kein Problem damit, wenn man auf der Rückbank aufgrund einer Bodenwelle mal richtig abhebt.

Hier nun mal ein Eindruck unseres Erlebnisses. Man erkennt leider nicht so viel, aber trotzdem ;)




 dies nun also der Hauptbahnhof von der falschen Seite...

 und von der richtigen.

Nach dieser ereign isreichen Reise haben wir dann auch relativ schnell beschlossen den Heimweg anzutreten, um die Geburtstagsfeier von Jonathan am Abend nicht zu verpassen. Also ging es mit dem Bus wieder durch den dicksten Abendverkehr zurück ins Apartment. Dabei sind mal wieder ein paar Motive vor meine Linse gehuscht, die ich einfach nicht vorbei lassen konnte.








So viel also erst einmal von diesem schon weit entfernten Wochenende (19./20. 3.).

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