Mittwoch, 23. Februar 2011

Partnerorganisationen und Auswärtiges Amt - oder - Deutsch sprechen, Deutsch sprechen, Deutsch sprechen

Da das gestern mit dem Video schlussendlich nach über drei Stunden immer noch nicht geklappt hat, werde ich euch nun ein kürzeres Video hochladen.


Nach dieser Kulturabend-Einlage konnte selbst der ruhigste Freiwillige nicht mehr stillsitzen und die Notfallnummer sind auf jeden Fall fest...

Tja nun also der gestrige Tag und heute.
Der gesamte gestrige Tag stand voll unter dem Thema "Lernt eure Partnerorganisationen kennen". Nachdem am Vormittag Herr Hermann vom Pädagogischen Austauschdienst lang und breit die Vorzüge des PAD in höchsten Tönen gelobt hatte und uns mit eindringlichen Worten zu verstehen gegeben hat, dass wir "Deutsch sprechen, Deutsch sprechen, Deutsch sprechen" sollen, wurde auch dem Letzten bewusst, dass das mit einer anderen Sprache auf der Einsatzstelle wohl nicht so gern gesehen ist. Der Sprachkurs ist zwar verpflichtend für alle Freiwillige, doch sprechen dürfen wir die Landessprache nur in unserer Freizeit. Naja, das hatten sich viele auch anders vorgestellt, worunter ehrlich gesagt auch ich zählte. Aber gut, so ist es nun einmal und wir werden das beste daraus machen.
Nach den ersten zwei Stunden hatten wir dann eine nette Mittagspause in der Sonne, in der ich mit Nadine mal wieder ein bisschen den Strand unsicher gemacht habe. Obwohl ich ja wirklich nicht der Typ dafür bin, war ich diejenige, die Nadine aufgerafft hat, um ein wenig an die frische Luft zu gehen. Gesagt, getan und so kletterten wir kurze zeit später wie die Affen in den Klettergerüsten am Strand herum - anhand der Fotos könnte man glatt denken, dass die winterlich eingepackten Personen in einen sommerlichen Hintergrund eingefügt wurden.








Nach der entspannenden Mittagspause ging dann das vielversprechende Programm der Partnerorganisationen weiter. So wurden die einzelnen Gruppen der Partnerorganisationen noch einmal aufgesplittet in kleinere Regionengruppen. Ich war in der Gruppe China, Philippinen und Thailand. Unsere Ansprechpartnerin des PAD, Frau Xiye Jiang, sollte uns für unseren angestauten Fragen zur Verfügung stehen. Doch es kommt immer anders, als man denkt... Nach einer Minimalvorstellung ihrer Person präsentierte sie uns das chinesische Bildungssystem und erklärte uns sogar, wie viele Lehrer denn in einem Lehrerzimmer säßen. Naja, Informationen die die Welt so braucht - leider antwortete sie auf die Frage, ob sie auch etwas zu Thailand und den Philippinen sagen könne, mit: "Da bin ich noch nie gewesen, doch auf den Philippinen zum Urlaub!"
Damit war für uns schon wieder die Veranstaltung gelaufen. Wir versuchten zwar, aus den reichhaltigen Informationen für die Freiwilligen in China ein paar nützliche Tipps zu entlocken, doch dies blieb auch eher ein Versuch. Dafür wissen diese Freiwilligen jetzt auf jeden Fall, auf welches Klima sie sich einstellen müssen, wie sie am besten von Platz x zum Hauptbahnhof in Shanghai kommen, ob ihre Familien sie auch im Juli besuchen könnten oder ob es dort zu heiß wäre (angesprochene Angst vor dem Tod!) und vieles mehr. Ina und ich mussten leider oft feststellen, dass wir bei diesen Fragen doch eher einen Blick in den Wikipedia-Eintrag für China empfohlen hätten, als solche Fragen vor allen zu stellen. Das grenzte schon fast an Fremdschämen!
Nachdem dann auch jede Eventualität für Shanghai ausführlich besprochen wurde, waren wir frühzeitig fertig und konnten nochmals das schöne Wetter genießen. Diesmal auf Achse mit Ina, entdeckte ich dann auch einen ganz besonderen Gruß an meinen Schatz...


 Damit war der gestrige Tag dann auch ereignislos an uns vorübergegangen, aber wir hatten wenigstens mal Zeit zu entspannen und ein bisschen frische Luft zu tanken.

Am heutigen Morgen ging es dann gleich ganz früh los. Um sechs hieß es aufstehen und dann fix frühstücken, damit gegen acht auch alle fertig waren, um die große tolle Stadt Berlin zu erkunden... nein natürlich nicht. Es ging ab ins Auswärtige Amt, das uns gleich erst einmal herzlichst begrüßte, indem es uns in der Schweinekälte noch 30 Minuten stehen ließ, da wir ja erst dann unseren Termin hätten. Naja, also musste eine gute Idee her, wie man viele viele Menschen auf kleinstem Raum warm halten kann. und schon ging es los mit witzigen Spielen, die man abermals bereits aus Ferienlagerzeiten kannte, geholfen haben sie leider nur begrenzt, aber die Zeit ging wenigstens schnell um.

Im Auswärtigen Amt endlich angekommen, wurde uns dann von einem netten Herrn im Weltsaal die Arbeit und das Prinzip des Auswärtigen Amtes näher erläutert. Eine Podiumsdiskussion sollte nach einer guten Stunde die Situation ein wenig auflockern. Leider war diese nicht sonderlich spannend gestaltet und die ehemaligen Kulturweit-Freiwilligen konnten auch nicht sonderlich viel Neues sagen.
So wurde die Zeit immer länger und länger. Nach den knappen 2 1/2 Stunden bekamen wir dann noch ein wirklich tolles Büffet geboten, sodass wir uns schön vollfuttern konnten, dann noch ein Fototermin und es hieß endlich, ab rein nach Berlin.
Zum Glück hatte meine liebe Kerstin Zeit für mich und wir konnten uns nach langer Zeit mal wieder richtig ausquatschen. Die zeit verging wie im Flug und doch haben wir noch nicht alle Themen erschöpfend behandelt. Gegen 17:15 habe ich mich dann auch noch mit Mama getroffen, sodass auch sie auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht werden konnte und die Planungen für den Besuch in Bangkok immer ausgereifter werden.

Mehr gibt es eigentlich erst einmal nicht.
Bis bald!

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