ฉันชือฝรันซิ
Ich heiße Franzi.
So nun habt ihr auch einmal einen Eindruck, wie Thailändisch geschrieben wird. Gesprochen wird es "Chan chüü Franzi." Jetzt könnt ihr ja schon einmal üben, damit wir uns danach gut unterhalten können ;)
Nein Spaß beiseite... Ich versuche, mir jetzt noch ein paar Wörter auf Thai anzueignen, damit ich dann nicht allzu verloren in der neuen Kultur hocke. Wenigstens nach dem Weg sollte ich fragen können, denke ich mir.
Ansonsten läuft das Vorbereitungsseminar immer ähnlich ab. Morgens haben wir die sogenannte Homezone und dort besprechen wir verschiedenste Themen. Gestern wurde der Kulturbegriff unter die Lupe genommen und einige Stereotype bzw. Vorurteile gegenüber den Gastländern ausgeräumt. Wir lernen hier halt vieles, was einem allgemein weiter hilft und oftmals leider auch vieles, was ich bereits im Studium hatte und somit Wiederholung und deshalb teilweise etwas langwierig ist. Die verschiedenen Gruppenarbeiten machen trotzdem relativ viel Spaß.
Heute haben wir beispielsweise ein Improvisationstheater zum Thema "die Erwartungen der Einsatzstellen, von kulturweit und vom Auswärtigen Amt an die Freiwilligen". Dabei haben wir uns super in die Rollen hinein versetzten können, aber eben auch Lücken festgestellt, an denen es knirschen könnte, wenn wir in unseren Einsatzstellen sind.
Abgerundet wurde der gestrige Abend durch einen Film namens "Hotel Very Welcome". Er handelt von Backpackern, die in verschiedenen Ländern (Thailand und Indien) ihre Zeit verbringen. Während des Film begleitet man die vier Personen auf ihrem Weg durch diese neue Kultur, wobei man sich als Zuschauer oft ertappt bei den Gedanken: "So blöd kann man sich doch wirklich nicht anstellen!". Man muss dazu sagen, dass dieser Film live ist sozusagen. Die Schauspieler haben Aufgaben bekommen, wie beispielsweise "Finde den Bus nach Jalisamain" und dann liefen sie in den wirklichen Städten umher und fragten die Leute - die Kamera immer im Schlepptau. Dadurch werden die wirklichen Situationen, wie sie tagtäglich im Ausland geschehen eingefangen und auch sehr skurrile Situationen beleuchtet, wie beispielsweise die verschiedenen Selbstfindegruppen, in die man geraten kann oder auch die Rausch-Partys in Thailand. Alles in allem war der Film ein bisschen strange, aber gut gemacht. Viele der Abiturienten gaben heute in den Seminaren jedoch die Rückmeldung, dass sie den Film null verstanden hätten - Ich muss wirklich sagen, es war auch nicht so einfach.
Am heutigen Abend standen wieder zwei Filme zur Auswahl - was soll man auch sonst bei der Hundekälte machen, wenn es in den Häusern nichts gibt - doch ich habe mich für einen ruhigen Abend im Zimmer mit meiner Zimmerkameradin Ina entschieden.
Heute habe ich auch endlich die dritte Freiwillige, die nach Bangkok in die Schweizer Schule geht, kennen gelernt. Claire ist sehr nett, zum Teil Thailänderin, Abiturientin, sehr sehr gesprächig und spricht... genauso wenig Thai wie wir - also gar nicht. Das ist schon echt ulkig, aber ich denke, wir werden das zu dritt schon schaukeln.
Nun noch ein paar Eindrücke vom ehemailgen DDR-Pionierlager und wie wir hier so wohnen...
Bis bald, Franzi
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