Dienstag, 24. Januar 2012

Mitten drin - in den Grampians

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück gleich in das Informationszentrum von Halls Gap und für Martin und Smoothie ging es zur Tankstelle. Nachdem wir uns dann gemeinsam durch den großen Berg an Informationsbroschüren gewühlt hatten, fuhren wir mitten hinein in die Grampians. Diese Hügellandschaft hat uns schon mit seinen schmalen Straßen, die sich durch den australischen Busch schlängeln, fasziniert. Die Aussicht von einem der vielen Aussichtspunkte war dann jedoch der Oberhammer.
der Weg durch den Busch
 
eine kleine Fotosession Dank Martins Selbstauslöser
 Nach diesen ersten Eindrücken von den Grampians ging es für uns weiter zu einem anderen Aussichtspunkt. Auf dem Weg zu diesem kamen wir an einer wunderschönen Bank vorbei - die musste natürlich festgehalten werden.
 
 Wir sind dann gemeinsam mit vielen japanischen Touristen zu dem zweiten Ausblick namens "die Balconies" gegangen und haben die Natur und vor allem die roten Wege durch die Stille genossen.
 
 Auf unserer Liste stand noch ein weiteres Highlight - dieses wurde auch der Höhepunkt unserer Grampians-Tour und nahm mit Abstand den meisten zeitlichen Platz in Anspruch. Die McKenzie-Falls - ein riesiger Wasserfall mitten im australischen Busch. Diesen wunderschönen Flecken Erde hat Martin auch ausführlich unter die Lupe genommen - die technischen Details kann ich euch leider nicht erklären, da ich davon außer Ausprobieren noch nicht viel kann. Nur so viel - mit langer Belichtungszeit ist das alles möglich.
Mein Versuch - sogar mit Regenbogen :)
  Nachdem wir einige Stunden an diesem Wasserfall verbracht haben, sind wir zum Parkplatz zurückgegangen und haben uns dort in Smoothie ein leckeres Abendbrot zubereitet. Da passierte es - das Nudeldesaster.
Martin stand hinten am Auto und kochte fleißig die Nudeln und rührte in den gebratenen Zwiebeln für die Tomatensauce, während ich ihm ein paar Bilder von Hong Kong zeigen wollte (nein keine Sorge, soweit kamen wir nicht und ihr seid immernoch auf dem gleichen Stand). Doch ich musste den Rechner an den Strom anschließen, da Martins Laptop leider keine lange Akkulaufzeit mehr hat. Martin sagte mir, dass ich ihn am Zigarettenanzünder anschließen könnte, Dank seines Adapters, und einfach nur den Schlüssel umdrehen müsste. Also schwang ich mich auf den Beifahrersitz und tat, was getan werden musste - ich drehte den Schlüssel um... Tja, das war es dann. Es hoppelt und ruckelt und zuckt, Martin schreit, ich zitter am ganzen Leib und drehe in vollen Panik den Schüssel wieder um, sodass es abermals hoppelt und ruckt, bis Smoothie endlich drei Meter vom ursprünglichen Parkplatz entfernt stotternd zum Stehen kommt. Tja was hatte ich vergessen... Martin lässt immer den ersten Gang drin, wenn er den Wagen abstellt, doch ich ziehe immer die Handbremse. Somit sauste Martin auf einmal die Küche weg, als ich den Schlüssel umdrehte. Oh man, das war vielleicht ein gestottertes Gespräch danach - irgendwo zwischen lachen, weinen und zittern nahmen wir uns in den Arm und waren nur froh, dass die Küche noch ganz war. Ja zugegeben, die Tischbeine waren abgebrochen, doch ansonsten war alles ganz. Was uns dann allerdings dann noch quasi wie Schuppen aus den Haaren fiel waren die Nudeln verstreut auf dem Boden.
 
Das war er also, unser wirklich aktionsreicher Abend. Wir mussten die Nudeln noch einmal kochen und zusehen, wie die Vögel versuchten, sich selbst an den Nudeln zu ersticken. Und dann das - genau vor unserem Van hoppelten zwei Kängurus über den mittlerweile leer gefegten Parkplatz.
 So viel zu unserem zweiten Tag auf Tour. Die weiteren Geschichten folgen ganz bald - versprochen!

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