Mit meinem letzten Eintrag war ich mal wieder der Zeit voraus und nun muss ich erst einmal erzählen, was zu dieser Zeit noch so alles war.
Nachdem ich am 15. Juli aus Vietnam zurückgekommen bin, hab ich noch in dieser Nacht Steffi, die Freiwillige aus Hanoi, um 1:30 Uhr vom Flughafen abgeholt, um mit ihr zwei nette Tage in Bangkok zu verbringen. Da ich von der Rundreise noch echt platt war, hat sie sich einige Sachen allein angesehen, aber trotzdem hatten wir viel Zeit uns auszutauschen und bis in die Puppen (meist bis ca. 3 Uhr) zu quatschen. Sie brachte ich am 18. Juli um 11 Uhr wieder zum Flughafen, da sie wieder zurück musste und ich ja außerdem Martin zu Besuch bekam. Darüber habe ich ja bereits mein Herz ausgeschüttet und so also weiter im Text: Am 21.07. habe ich dann endlich meine lang ersehnte Kerstin vom Flughafen abgeholt. An diesem Tag ließen wir erst einmal die Seele baumeln, guckten uns ein wenig die Umgebung an und konnten erst einmal quatschen qatschen qatschen.
Am nächsten Tag sollte dann aber das Programm für Kerstin auch starten. Nach ein paar Änderungen in der Planung ging es für uns am Freitag also ab in die Stadt zum Siam Square - ein Platz mitten in der City, mit vielen Einkaufshäusern und ein guter Ort, um einen ersten Eindruck von Bangkok zu bekommen. Dort schlenderten wir ein bisschen durch die Passagen und Kerstin verliebte sich gleich in ein paar Sachen und fing direkt mit dem Souvenirshoppen an - na besser früh als zu spät ;)
Bei diesem Ausflug wollte ich natürlich auch, dass Kerstin so viele Verkehrsmittel wie möglich kennen lernt und so ging es hinein in die Stadt mit dem Bus und zurück mit dem Klongboot. Die von Kerstin sehnlich erwartete Skytrain musste noch einen Tag warten. Hier mal ein paar Eindrücke, was Kerstin an ihrem ersten wirklichen Tag in Bangkok alles unter die Linse bekam.
Ja wie man sieht ließen auch wir uns ein Fisch-Spa nicht entgehen und verbrachten 15 Minuten in dem Becken mit den gefräßigen Tierchen. Kerstin genoss es sichtlich und steckte sogar ihre Hände mit rein - das war für mich zu viel des Guten, da ich mich so schon zusammen reißen musste, nicht schallend loszulachen (man erinnere sich an meine erste Erfahrung mit Nadine...).
Den Abend ließen wir dann gemütlich ausklingen, sodass Kerstin auch wirklich ein bisschen Erholung nach ihrer anstrengenden Bachelorarbeit fand.
Am Samstagmorgen - wobei der Morgen nach dem Ausschlafen eher kurz war - ging es für Kerstins Entdeckungstour weiter in die Stadt hinein. An diesem Tag stand auch einmal ein Punkt auf meiner Liste, den auch ich noch nicht gemacht hatte - die Summercorn-Fahrradtour. Leider fiel diese aufgrund der bereits beschriebenen spontanen Polizei-Besuch-Aktion ins Wasser und der Tag verging eher ereignislos. Abends überlegten wir noch, Kerstin das Bangkoker Nachtleben zu zeigen, doch als es dann richtig anfing zu schütten (und damit meine ich keinen regen aus Deutschland), stand unsere Straße ca. zehn Zentimeter oder mehr unter Wasser und es war kein Rauskommen mehr. Ich habe versucht aus dem 6. Stock diese Wasserflut einzufangen.
Naja, ändern konnten wir es nicht, aber so blieb und genügend Regenerationszeit, um am Sonntag frisch in den Tag zum Summercorn-Markt und zum Chatuchak zu starten. An diesem Tag war auch das Wetter mit uns gnädig und so schwitzten wir gut vor uns hin.
Nachdem wir gute eine Stunde über den Summercorn-Markt gelaufen, mit dem Bus zum Chatuchak gefahren sind und dort ebenfalls nochmal gute zwei Stunden alles durchstöbert haben, waren wir ganz schön fertig und entschlossen uns noch einen sehr kurzen Stopp in einem naheliegenden Park - dem Chatuchak-Park - zu machen. Dort ist tagsüber nicht viel los, doch sobald die Sonne untergeht, versammeln sich dort viele Familien zu einer Art Picknick, man spielt traditionelle thailändische Ballspiele und sitzt einfach nur beisammen. Das war ein ganz netter Abschluss bevor uns dann eine sehr sehr lange Rückfahrt bevor stand. Wenn in Bangkok einmal Stau ist, dann kann es dauern und so brauchten wir vom Chatuchak bis nach Hause fast zweieinhalb Stunden - den Großteil davon stehend, da die Busse überfüllt waren. Den Abend ließen wir dann ruhig angehen und besuchten noch eine Massage.
So viel erst einmal von den ersten Tagen mit Kerstin. Die nächsten Einträge folgen auf dem Fuße...
Hab euch lieb! Bis ganz bald.
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