Montag, 31. Januar 2011

Zick, zack, Zahn raus

... hieß es zum ersten Mal vor zwei Wochen. Mit Blick auf meinen bevorstehenden Auslandsaufenthalt hielten es die Ärzte für angebracht, die bereits vorgeschrittenen Weisheitszähne im unteren Kiefer zu entfernen.
Also ab mit der Überweisung in das Universitätsklinikum von Magdeburg, in dem viele Spezialisten jeden Tag nichts anderes zu tun haben, als Leuten die Zähne zu ziehen ;)



Leider war dort, aufgrund des schier unersättlichen Andrangs, erst Anfang März wieder ein Termin frei. Da mir das ja aber zu spät war, musste ich zu sogenannten Notfallärzten, die immer in solchen Situationen einspringen. Nach etlichen Telefonaten und einer Falschauskunft, weshalb ich zu einem nicht qualifizierten Zahnarzt gelatscht bin, bin ich nun letztendlich bei einer netten Dame gleich bei mir in der Nähe gelandet.
Nach etlichen terminlichen Problemen im letzten Jahr, hatte ich nun Anfang Januar meinen OP-Termin, bei dem gleich beide Zähne entfernt werden sollten.
Aufgrund einer nicht vollständig wirkenden örtlichen Betäubung in der Tiefe, musste die Ärztin noch einmal nachspritzen und hätte somit die andere Seite nicht vollständig taub bekommen, da sie mir keine Überdosis geben darf, meine Zunge hätte vollständig taub werden können, weshalb die Gefahr bestand, dass ich nicht mehr schlucken könnte und meine Nerven lagen aufgrund der Anspannung sowieso schon blank, weshalb die Ärztin entschloss, den zweiten Zahn in einer zweiten Sitzung erst zu ziehen.
Na toll, nun hatte ich nur einen Zahn inklusive Zertrennung und Zertrümmerung hinter mir.
Also hieß es eine Woche lang, nur Weiches schlürfen (essen kann man das bei einer Mundöffnung von nicht mal einem Zentimeter irgendwie nicht nennen). Der Strohhalm wurde dabei in den ersten Tagen mein allerbester Freund.
Nach einer Woche hieß es dann wieder hin, nachdem ich übers Wochenende fleißig üben sollte, den Mund auf zu bekommen. Und noch einmal die ganze Tour mit lautstarkem Durchsägen und Abbrechen der Krone auf der anderen Seite. Nachdem ich einen Abend vor der zweiten OP bei der Geburtstagsfeier von Martins Oma wenigstens ein bisschen bissfestere Sachen genießen konnte, hieß es nun wieder Brei, Suppe und Co.
Naja einen Vorteil hatte die ganze Aktion (neben den vielen Nachteilen in Bezug auf meine Arbeit an der Uni und dem Zeitdruck, der sich langsam einstellt)... ich habe doch tatsächlich abgenommen. Dafür hat es sich doch gelohnt ;)
Nun bin ich die kleinen großen Racker los und kann, wenn alles gut läuft, Ende der nächsten Woche auch wieder in ein Brot reinbeißen.
Bis dahin wünsche ich euch noch alles Gute und guten Appetit!

Keine Kommentare: