Am Samstag den 26.03. waren wir irgendwie nicht sehr entschlossen, was wir so machen könnten. Da Jonathan und ich ja am Vorabend bereits früher zu Hause waren als die anderen (die bis ca. vier feiern waren), war ich auch schon viel früher wach als die anderen. So entschloss ich mich Wäsche zu waschen und aufzuräumen und lernte in diesem Zuge auch Jonathans Mama und Cousine kennen, die er früh am Morgen ja abgeholt hatte und die nun in seinem Zimmer Zwischenstopp machten und frühstückten. Sehr praktisch für dieses Treffen seiner Familie war, dass man die Apartments hier auch tageweise mieten kann und so hatten die beiden Damen auch kurze Zeit später ihr eigenes kleines Reich in der Etage von Nadine.
Als dann Nadine auch aufgewacht war, machten wir einen Schlachtplan... den wir schnell wieder über den Haufen warfen, da uns Melanie (eine Lehrerin aus der Schule) angeboten hatte, sich mit uns in der Stadt zu treffen und was zu unternehmen.
Also ging es für uns in die Stadt zu einem Einkaufszentrum, in dem wir Melanie treffen wollten. Dort schlürften wir dann auch noch gemütlich mit ihr ein Erfrischungsgetränk und beschlossen, dass für uns noch vollkommen unbekannte "Jim Thompson House" zu besichtigen. Da dort auch Führungen angeboten wurden, nahmen wir doch glatt an einer englischsprachigen teil. Alle Einzelheiten kann ich leider nicht mehr wiedergeben, aber so viel vielleicht...
Jim Thompson (Designer und Architekt) war ein Amerikaner, der in der Zeit des Zweiten Weltkrieges nach Thailand kam und hier mit der Seidenproduktion berühmt wurde. Er errichtete sich in Bangkok ein Haus, was eben heute in restauriertem Zustand noch als Museum existiert. Für alle die es mehr interessiert oder die mehr wissen möchten...
gut erhalten - der Seidenwebstuhl
Von dem Museum ging es für uns drei dann wieder ab nach Hause, schließlich war es schon gegen 5 und wir wollten um sechs am Apartment sein, um mit den anderen noch nach Chinatown und zu einem Nachtmarkt zu gehen. Doch wie in Bangkok eigentlich üblich, kommt man mit dem Klongboot, das um diese Uhrzeit einfach nur gnadenlos überfüllt ist und nach einer Stunde Fahrt nicht nur die Beine, sondern auch der Po vom gequetschten Sitzen eingeschlafen ist, und dem Bus nicht allzu schnell voran. Das Klongboot kommt meist wann es will und so mussten wir eine ganze Weile warten, bis überhaupt ein Boot kam, in das wir noch reingepasst haben und den Bus mieden wir gänzlich, um Zeit mit dem Taxi wieder aufzuholen. Doch auch das verhinderte nicht, dass wir erst eine halbe Stunde später am Apartment ankamen. Wir hatten den anderen Bescheid gesagt und so ging es nach einer kurzen Erfrischung in einer großen Gruppe rein in die abendliche Stadt. Mit dabei waren die Mama und Cousine von Jonathan, Jonathan, Laura, Ek, Claire, Nadine und ich. Wir haben es zwar schon hingekriegt zu sechst in einem Taxi zu fahren, doch zu acht war es uns dann doch zu eng und so fuhren wir eben mit zwei Taxen, was sich bei den hiesigen Preisen immernoch echt lohnt.
Hier nun also ein paar Eindrücke von dem Nachleben in Chinatown. Überall Reklame und auch ganz anderes Essen, als bei uns in der Soi. War aber auch lecker.
Da ich am nächsten Morgen einen wichtigen Termin am Flughafen hatte, begab ich mich dann gegen 10 Uhr gemeinsam mit Jonathans Mutter und seiner Cousine nach Hause und schlief ein letztes Mal allein.
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