Samstag, 13. März 2010

Skiurlaub in Pellizzano

Nachdem Martin am 27.02. endlich am frühen Morgen auch seine letzte Prüfung hinter sich gebracht hatte, konnte es losgehen... Und damit meine ich sofort. Denn unsere Freunde aus Berlin waren so lieb, sind noch in der Dunkelheit in Berlin losgedüst, haben mich gegen 8 Uhr in Magdeburg abgeholt, um dann Martin nach unserem Kaufland-Urlaubs-Einkauf direkt vor dem Hörsaal einzusammeln. Sichtlich erleichtert kam Martin auf uns zu, während wir noch die Ordnung im Kofferraum des gemieteten Robben-und-Wientjes-Busses versuchten herzustellen und ein paar von uns gleich einmal die Magdeburger-Hörsaal-Toiletten auf die Probe stellten.
Nach einer kurzen Verzögerung der Abreise aufgrund der "Oma-hat-meinen-Fußballschal-extra-für-den-Urlaub-fertig-gestrickt-Quängelei" von Boris, ging es dann für uns sechs auch endlich los.



Unsere zwei Fahrer: Gregor und die schwangere liebe Lisa. Immer frisch gestärkt wechselten sie sich in größeren Abständen mit dem Fahren ab. Das ist halt der Nachteil, wenn man sich ein Auto mietet und nur zwei Fahrer eingeschrieben werden, sonst hätten wir ihnen gern ein wenig Arbeit abgenommen, vor allem auf der Rückfahrt wäre das von Vorteil gewesen, aber davon später.





Natürlich immer mit dabei: Bruno Banani... der Fußball-Hund... oder ist das ein Löwe? Auch egal, jedenfalls, das ganz persönliche Maskottchen von Boris und lustiger Urlaubsbegleiter noch dazu!



Bei wunderschönem Wetter ging es quer durch Deutschland und Österreich in das verschneite Italien... Dachten wir zumindest. Verschneit war dort aber auch nicht mehr, als in Deutschland, doch wir wussten, dass es auf den Pisten zum Glück anders sein würde. Zum Glück kam uns die Vermieterin ein bisschen entgegen, da wir doch erst sehr spät gegen 22:15 in Pellizzano ankamen. Dieser kleine verschlafene Ort war wie ausgestorben... auch tagsüber. Neben einem geschlossenen Informationsbüro für Touristen (nur im Sommer besetzt, aber warum?) und einem kleinen Laden mit alten Landgerätschaften, fanden wir einen Bambini- und einen Skiladen (was auch sonst ;) ). Ansonsten gähnten uns leere Straßen, abgelöst von einigen durchfahrenden Transportern und Skibussen, an. Aber trotzdem war es irgendwie idyllisch, wie Italien eben.





Am ersten Tag, nach wenig Schlaf und trotzdem ausgeruht, ging es auch gleich für fünf von uns auf die Piste. Lisa musste leider zu Hause bleiben, sicher ist sicher... und außerdem wartete eine Hausarbeit auf sie... schlechter Ersatz. Man muss aber dazu sagen, dass ich am ersten Tag auch lieber zu Hause geblieben wäre: draußen war es nasskalt, Graupelschauer, der auf der Brille kleben blieb, dicker Nebel und schlechte Sicht... aber hey, das kenn ich ja noch von unserem letzten Skiurlaub. Der erste Tag ist irgendwie immer abschreckend, aber umso schöner waren die folgenden Tage: blauer Himmel, strahlender und vor allem wärmender Sonnenschein und eine atemberaubende Aussicht.
Um euch aber auch einmal an unserem Spaß und dem schönen Wetter teil haben zu lassen hier ein kleiner Film von unseren guten Kumpel Boris:







Diese Atmosphäre überließ ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge am zweiten Tag erst einmal unseren verrückten und vor allem Schwarze-Pisten-Fahrern, die sich mal so richtig austoben konnten, ohne dass ich sie mit meinen doch beschränkten Skierfahrungen aufhielt. Lisa und ich dagegen begleiteten sie bloß bis ins nächste Örtchen von wo die Lifte in das Skigebiet hochfuhren. Dort gingen wir auf Entdeckungstour, suchten eine Post, entdeckten näckische Läden mit eigenartigen Namen und versuchten lange lange Zeit wieder zurück in unseren Ort zu kommen (Skibusse fahren zwischen 11 und 15 Uhr nicht... Siesta - also bleib nur noch trampen...)



Nach einem entspannten Tag zu Hause und dem Triumph über das Würfelspiel kam am nächsten Tag neben mir auch Lisa mit in die Höhe der verschneiten Pisten. Ohne größere Wölkchen am Himmel hatten wir wunderbares Wetter um zu fahren und Lisa genoss die frische Luft.





Und weil es so schön war noch ein Beitrag von Boris: (Ton nicht allzu laut machen!!!):



Nach angenehmen Stunden auf der Piste entschlossen wir uns einzukaufen und danach essen zu gehen. Wir fanden nach einiger Zeit eine nette Pizzeria namens "Dolomiti". Dort verspeisten wir typisch italienische Leckereien: Mediteranea Pizza u.a. , Spaghetti Carbonara und die Herren der Schöpfung typisches "Wiener Schnitzel" (unmöglich ;) ). Lecker war es allemal und so fuhren wir dick und rund wieder ins heimische Nest, um wie jeden Abend mit verschiedenen Spielen den Tag zu beenden (meist bis 2 Uhr).
Am nächsten Morgen ging es dann wieder bei strahlendem Sonnenschein in ein neues Skigebiet. Auch dort hatte ich zum Glück viele verschiedene blaue Pisten zur Auswahl. Gesagt getan, versuchte ich so schnell wie möglich die Pisten runter zu düsen... Und wer hätte es gedacht... Ich habe es sogar geschafft. Ich war superstolz auf mich, dass ich es mal geschafft habe, nicht hinzufallen (oder nur einmal ;) ). Ich habe halt doch mal auf die Worte von Jens vor zwei Jahren gelehrt: "Laufen lassen!" Zugegeben sieht es noch etwas verkrampft aus, als würde ich auf Toilette müssen, aber hey ich komme unten an und es macht Spaß. Deshalb habe ich mir auch vorgenommen, dass meine nächste größere Anschaffung ein Paar Skier und die weitere nötige Ausrüstung ist. Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht lernen könnte. Ich bin jedenfalls hoch motiviert.







Nach diesen beiden Tagen auf der Piste war es Zeit für eine kurze Pause. Den Jungs brannten die Oberschenkel vom vielen Fahren und Lisa wollte auch mal wieder in Gesellschaft sein. Und so konnten wir am Donnerstag mal wieder richtig ausschlafen. Der geplante Besuch in einer umliegenden Therme wurde kurzer Hand über Bord geworfen und stattdessen die Tiefen des Ortes erkundet und sich danach ein spannenden Tischtennisturnier geliefert. Nach diesem ebenfalls schweißtreibenden Erlebnissen folgten wie üblich viele Spiele, die bis in die Nacht andauerten.









Nach diesem harten Sporttag, wieder auf die Piste. Diesmal hielt es aber auch Lisa nicht zu Hause und so verbrachten wir den letzten Tag gemeinsam auf der Piste bzw. auf der Baude. Zum Glück spielte auch an unserem letzten Tag das Wetter mit und beschwerte und einen wahnsinns Überblick über das gesamte Skigebiet.











Nach diesen wunderschönen Tagen mit guten Freunden stand auch schon die Rückfahrt an. Und diese sollte nicht die angenehmste werden. geplant war es 9 Uhr loszufahren und dann so gegen 19 Uhr wieder in Berlin zu sein. Aufgrund der Schneefälle und Verwehungen bereits in Norditalien, Österreich und Bayern wurde die Fahrt jedoch zum Geduldspiel. Sage und schreibe gegen 20 Uhr waren wir gerade einmal in München. So hatte ich mir den Start in meinen Geburtstag auch nicht gedacht. Aber es hatte auch etwas Guts: Ich habe ein schönes Ständchen gesungen bekommen und von jedem Freund gab es ein "Küsschen". Gegen 2 Uhr waren wir dann endlich zu Hause. Die armen Fahrer haben aber noch bis nach 4 Uhr auf bleiben müssen: die anderen nach Hause bringen und dann noch den Mietwagen wegbringen. Das war echt hart, aber nochmals vielen Dank, dass sie das für uns gemacht haben.

ES WAR EIN HAMMERMÄßIGER URLAUB!!! GERN WIEDER.

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